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Migräne - Impfung eröffnet neue Chancen

Wie eine neue Therapie Migräne-Patienten helfen kann, erläuterten bei einer Vortragsveranstaltung im Bürgerhaus Backnang Mitte März  die beiden Mediziner Dr. Michael Kugler, Chefarzt der Schmerztherapie der Lungenklinik Löwenstein, und Prof. Dr. Thorsten Schröder, Medius Kliniken Ostfildern-Ruit.

Viele Migränepatienten haben einen langen und schmerzhaften Weg hinter sich, der nicht zuletzt auch mit Abhängigkeiten von Schmerzmitteln verbunden ist. Diesen Teufelskreis gilt es zu durchbrechen und einen Weg aus dieser Falle zu finden. Aktuelle Forschungsergebnisse haben es ermöglicht, einen Botenstoff (C GRP) zu identifizieren, der einen Migräneanfall auslöst. Nun konnte für diesen Botenstoff ein Antikörper entwickelt werden, der diese Reaktion unterbrechen kann. Die Schmerzspezialisten Kugler und Schröder informierten die mehr als hundert Besucher im Backnanger Bürgerhaus in ihren Vorträgen darüber, wie diese neue Therapie erfolgt und in welchen Fällen die als „Migräne-Impfung“ bekannte Behandlungsmethode eingesetzt werden kann.

Die Lungenklinik Löwenstein und die Medius Kliniken Ostfildern-Ruit bieten multimordale Schmerztherapien an. Auf Basis einer umfangreichen Analyse wird bei jedem Patienten eine individuelle Behandlungsplanung vorgenommen. „Wir experimentieren nicht mit neuen Medikamenten“, so Chefarzt Dr. Michael Kugler, „sondern suchen gezielt und individuell nach Wegen, unseren Patienten weiterzuhelfen.“ Jeder Patient habe eine eigene Schmerzhistorie auf die man als Mediziner eingehen müsse betonte Prof. Thorsten Schröder. Die stationäre Schmerztherapie ersetze nicht die Arbeit der niedergelassenen Ärzte, sondern sei die Fortführung deren Arbeit, bei besonders schwerwiegenden Fällen. Schröder stellte plastisch dar, wie seine Klinik sogenannte „Schmerzschrittmacher“ bei Patienten implantiere, mit denen eine gezielte Therapie am Rückenmark möglich sei. Beide Mediziner stellten auch klar, dass nicht jeder neuer Therapieansatz für alle Patienten geeignet sei. Die Migräne-Impfung gehöre dazu. „Die Migräne-Impfung ist kein Wundermittel für alle Migränepatienten“, so Kugler. Dort wo es jedoch angezeigt sei, die Therapie zu nutzen, seien die Erfolge sehr gut. 

Migräne-Impfung

Mehr als 250 Gäste in der Heilbronner Harmonie

Kopfschmerzen zählen zu den am stärksten behindernden Leiden. Für den Einzelnen ist diese Erkrankung sehr belastend, weil über die Jahre oftmals die Schwere der Symptomatik zunimmt. Die Einschränkungen im beruflichen und privaten Alltag sind enorm. Kurz und prägnant informierten Dr. Kugler und Dr. Pfeiffer über die wichtigsten Kopfschmerzformen und deren Therapien.


Aktuelle Therapiemöglichkeiten für die Migräne wurden vorgestellt. Aufgrund von Forschungsergebnissen sei es nämlich gelungen, einen Botenstoff (CGRP) zu identifizieren durch den ein Migräneanfall ausgelöst wird. Nun konnte genau für diesen Botenstoff ein Antikörper entwickelt werden, der diese Reaktion unterbrechen kann („Migräne-Impfung“). Dr. Kugler ging darauf ein, ob und für welche Patienten diese Form der Behandlung angeraten ist. 

Termin:5. November 2018, 18 Uhr

Ort: Heilbronn, Harmonie, Maybachsaal

Referenten:
Dr. Michael Kugler, Sektionsleiter Schmerztherapie
Dr. Timo Pfeiffer, Oberarzt, Klinik Löwenstein, Schmerzzentrum