Begeisterndes Violinkonzert mit Prof. Michael Grube und Midissage mit Ilona Lehner
„Schon 23 Jahre kommt Prof. Dr. Michael Grube zum Konzertieren in die Klinik Löwenstein und sogar 25 Jahre besteht die Verbindung mit der Familie“, begrüßte Geschäftsführer Dieter Bopp den berühmten Geiger zum jährlichen Violinkonzert in der Klinik.
Es sei schon keine Tradition mehr, Michael Grube gehöre mittlerweile zum Hause. „Heute hören Ihnen bestimmt 180 Patienten und mindestens genauso viele Zuhörer im Festsaal zu.“
Mit Inbrunst begann Michael Grube das Konzert mit der „Sonate D-Dur“ von Georg Friedrich Händel. Am Klavier, virtuos und doch unauffällig, begleitet wurde er vom bekannten Pianisten Kevin Laplante. Vor allem das Larghetto strich er besonders zart auf der Violine.
Purer Genuss
Anklänge an den Wiener Walser versprühte Michael Grube mit „Valse“ von Ferruccio Busoni. Der „Sonate A-Dur“ von Joseph Haydn folgten das „Rondino“ von Ludwig van Beethoven und das „Lied ohne Worte“ von Felix Mendelssohn-Batholdy. Ein purer Genuss, dem Spiel der beiden hochrangigen Künstler zuzuhören!
In der Pause konnten sich die Besucher die Bilder der Künstlerin Ilona Lehner zu Gemüte führen. Ein Farbenspiel oder Farbenschauspiel – die Künstlerin spielt gerne mit Farben. „Bis August kann man sich die Bilder der Künstlerin in der Klinik Löwenstein noch anschauen – und kaufen“, zeigte sich Dieter Bopp begeistert.
Im zweiten Teil des Konzerts spielten Michael Grube und Kevin Laplante, „das schönste Stück für Geige und Klavier“ (O-Ton Grube), „Valse Sentimentale“ von Peter Tschaikowski. Es folgten zwei Stücke speziell für Michael Grube komponiert. Bei „Abend am Bodensee“ spürte man, dass der Komponist und Heurigensänger Ernst Track die Landschaft liebt.
„Hier könnte ich den ganzen Abend weiterspielen“
„Habanera Serenade“, eine Hommage an Südamerika, schuf der australische Komponist Eric Gross. „Das tollste Stück für mich und auch ausdrucksstärkste, das so nirgendwo gehört und gespielt wurde“, führte Michael Grube aus. Der von jeder guten Zigeunerkapelle gespielte „Csárdás“ von Vittorio Monti beendete das außergewöhnliche Konzert der beiden Meister ihres Faches. Eine Stecknadel hätte man bei den Stücken fallen hören, so andächtig lauschte das begeisterte Publikum.
Ohne mehrere Zugaben durften die beiden Künstler die Bühne nicht verlassen. „Hier könnte ich den ganzen Abend weiterspielen“, bedankte sich Michael Grube. Dieter Bopp nahm ihm zum Schluss das Versprechen ab, im kommenden Jahr zum 50-jährigen Bestehen der Klinik wieder zu kommen.
HB – Hartmut Balle










